Lichtdiagnostik entzündlicher Erkrankungen der Nasennebenhöhlen (EFRE-Berlinförderung)

Abstract

Grundlagenuntersuchungen und Erstellung eines Demonstrators zur minimalinvasiven Diagnose von entzündlichen Erkrankungen der Nasennebenhöhlen durch Illumination mit sichtbarem und nahinfrarotem Licht als Voraussetzung der Erzeugung und Bewertung von Streulichtmustern zum low-cost, nichtinvasiven, von ionisierenden Strahlen freien Screening einer verbreiteten Krankheit der Atemwege als Erstdiagnose und Verlaufskontrolle.

Projektskizze

Die Nasennebenhöhlen-Diagnostik begründet sich zu einem großen Teil auf bildgebende Verfahren, ohne die eine sinnvolle Therapieplanung häufig nicht möglich wäre. Häufig werden bis zur sicheren Diagnosestellung mehrere Verfahren angewendet, die sich aufgrund ihrer unterschiedlichen Aussagekraft ergänzen.  Das Stadium der Entzündung kann weder mit CT oder Ultraschall erkannt werden. Die Infrarot-Diaphanoskopie ist ein zusätzliches bildgebendes Diagnoseverfahren, das in Verbindung mit modernen Bildbearbeitungsmethoden und neuen Lichtquellen einen Informationszuwachs bei der Diagnosefindung liefern kann.

Erkrankung der Nasennebenhöhlen

Erkrankung der Nasennebenhöhlen

Wichtige Ziele sind die Ergonomie der Signalgewinnung bei Tages- und Raumlicht und die Entwicklung eines Diagnoseassistenten zur Erhöhung der Diagnosesicherheit. Durch Einblendung von Streulichtsignalen gesunder Patienten zum Vergleich mit dem aktuellen Bild und der Anzeige einer Maßzahl zur Bewertung der Entzündung (z.B. Rechts/Links-Symmetrie) sowie der räumlichen Zuordnung von Bildarealen zu den für den Entzündungsprozess relevanten Veränderungen soll dem Arzt eine Diagnoseempfehlung gegeben werden.  Weiterhin dokumentiert der Diagnoseassistent die Untersuchungsergebnisse und schafft eine quantitative Vergleichsmöglichkeit mit früheren Aufnahmen (Verlaufskontrolle).

Klinischer Partner ist Frau PD Dr. M. Hopf an der Hals-Nasen-Ohrenklinik und Poliklinik der Charité-Universitätsmedizin Berlin, Campus Benjamin Franklin und in ihrer HNO-PRAXIS (undefinedhttp://www.villa-dahlem.de/).